Die Surheimer Feuerwehr besteht derzeit aus rund 60 aktiven (davon 5 Frauen) und rund 400 passiven Mitgliedern. Im Folgenden wollen wir die Entstehungsgeschichte und wichtigsten Meilensteine der Surheimer Wehr darstellen. Erste Niederschreibungen über einen feuerwehrähnlichen Dienst im Ortsgebiet Surheim gab es bereits im Jahre 1831. Die letzte Aufzählung in unserer Chronik stellt das 140-jährige Gründungsjubiläum dar, welches im Mai 2014 gefeiert wurde.

       

Bilder: Festzug und Mannschaftsaufstellung anlässlich des 140-jährigen Gründungsfestes der Feuerwehr Surheim (Stand: Mai 2014)

 

Entstehung und Entwicklung der Freiwilligen Feuerwehr Surheim 

 


Auszüge aus der Feuerwehrchronik

Wie in der Niederschrift vom Lehrer Kistle zu lesen ist, ereigneten sich vor der Gründung der Feuerwehr Surheim zahlreiche Brände in unserer Gemeinde. So brannte es zum Beispiel im August 1831 am Kirchweihsonntag beim Stadlerwirt (heute Ledererwirt). Ferner brannte es im März des Jahres 1848 beim Anwesen Fein in Kleingerstetten als auch im Mai des gleichen Jahres beim Hiasjager in Gerspoint.
1864 im März wurde Surheim von einer großen Brandkatastrophe heimgesucht. Hier wurden der Neuwirt sowie auch die Häuser des Neuschmiedes und des Marklers ein Raub der Flammen.

Gründung der Surheim Wehr im Jahr 1874
In diesem Jahr wurde dann die Feuerwehr Surheim als organisierte Hilfsgruppe bei Brand- und Naturkatastrophen ins Leben gerufen.
Im August 1880 wurden durch Hochwasserkatastrophen weite Teile der Gemeindeflure stark in Mitleidenschaft gezogen. 

25-jähriges Gründungsfest und Hochwasser im Jahr 1899
1899 feierte die Feuerwehr Surheim ihr 25-jähriges Gründungsfest mit Fahnenweihe. Im gleichen Jahr, wurde Surheim erneut durch schwere Hochwasser heimgesucht. Durch die hochgehenden Fluten der Sur, wurden die Anwesen des Zacherl sowie Markl und des Bäckerhauses weggerissen. Einen Teil der Staatsstraße traf ebenfalls das gleiche Schicksal wie den Anwesen. Durch den mutigen Einsatz von Feuerwehrmann Simon Kammhuber konnte die Zacherlbäuerin vor dem Ertrinken gerettet werden. 


Im März 1909 brannten durch Blitzschlag die Anwesen des Schleininger und Wohlschlagerbauern. Das Löschwasser musste vom Mühlbach hergepumpt werden. 1920 ereignete sich die nächste Hochwasserkatastrophe in Surheim und Triebenbach. 

Erste motorisierte Spritze im Jahr 1936
Im Februar wurde das Anwesen beim Haller in Obersurheim ein Raub der Flammen. Bei Minus 25 Grad froren fast alle Pumpen ein. Surheim bekam nach diesem Brand seine erste Motorspritze. Im Februar 1942 brannte bei klirrender Kälte das Anwesen des Brunnerbauern. Da die Straßen stark verweht waren, blieben die meisten Löschfahrzeuge im Schnee stecken. Das Löschgerät wurde dann mit Hilfe eines Traktors an das Brandobjekt gebracht. 


1944: Bombenangriff auf Surheim 
Ungeheure Anforderungen brachte der Zweite Weltkrieg mit sich. So wurde am 17. November 1944 Surheim von einem Bombenangriff überrascht. Nachdem das Anwesen des Schauerbauern in Haberland vollständig zerstört worden ist, unterstützte die Surheimer Feuerwehr bei den Lösch- und Aufräumarbeiten. Auch während der letzten Kriegsjahre musste die Surheimer Wehr einige Male nach Salzburg und Freilassing zur Unterstützung nach Luftangriffen ausrücken. 

Zwei Hochwasserkastrophen in 1954
Im Juli 1954 wurde Surheim zweimal von Hochwassern heimgesucht. Bei der zweiten Flut erreichte die Sur nach 1899 den höchsten Wasserstand. Im Sägewerk Wallner war der Lagerplatz bis zu einem Meter überflutet. In Triebenbach standen manche Häuser bis zu zwei Meter unter Wasser. Als das Hochwasser wieder abgelaufen war, glichen die Überschwemmungsgebiete einer Schlammlandschaft.

Viele Jahre später machte sich die zunehmende Technisierung in der Feuerwehr bemerkbar. Die Wehr wurde nicht mehr nur zu Brandeinsätzen, sondern in zunehmendem Maße auch zu technischen Hilfeleistungen gerufen. Als Beispiel sei der Einsatz im April 1969 erwähnt, als ein Betonmischwagen in den Straßengraben der B20 kippte. Die Surheimer Einsatzkräfte sicherten die Unfallstelle ab, unterstützte bei der Bergung des LKWs und band das ausgelaufene Öl mit Bindemittel.

Erweiterung der FF Surheim 1984 und 1998
Eine Erweiterung wurde aufgrund steigender aktiver Mitglieder notwendig. Das bestehende Feuerwehrgerätehaus wurde um einen Sozial- und Aufenthaltsraum als auch um sanitäre Einrichtungen erweitert.
Um Platz für insgesamt drei Einsatzfahrzeuge zu schaffen, wurde weiters im Jahre 1998 die Fahrzeughalle um zwei weitere Fahrzeugstellplätze vergrößert. Um eine entsprechende Jugendarbeit aufbauen bzw. leisten zu können, wurde ein Jugendraum eingerichtet.

Mit den Jahren wurde auch der Verwaltungsaufwand im Feuerwehrwesen immer umfangreicher. Um dies vor Ort im Feuerwehrhaus erledigen zu können wurde ein Büro eingerichtet. Zusätzlich wurden die sanitären Anlagen entsprechend erweitert, um Frauen die Aufnahme in die Wehr ermöglichen zu können.

Einweihung neuer Fahrzeuge / Feuerwehrfeste 1999 und 2014
Im Sommer 1999 feierte die Feuerwehr Surheim ihr 125-jähriges Gründungsfest mit Fahrzeugweihe eines LF 8/6. Im Jahre 2009 wurde das Hilfeleistungsfahrzeug 20/16 in Dienst gestellt. Zum 140-jährigen Gründungsfest lud die Surheimer Wehr im Jahr 2014 ein, bei welchem ein  Mehrzweckfahrzeug MZF 11/1 eingeweit wurde.

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